Veranstaltung Chef:innensache Jahreskonferenz 2026
Mut zur Macht. Frauen an die Spitze: Für eine gerechtere und leistungsfähigere Gesellschaft
Unter dem Motto „Mut zur Macht. Frauen an die Spitze: Für eine gerechtere und leistungsfähigere Gesellschaft“ kommen hochrangige Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Gesellschaft zusammen, um über Macht, Verantwortung und Wandel zu diskutieren.
Das Thema ist hochaktuell: Nach einem Jahrzehnt kontinuierlichen Wachstums stagniert der Frauenanteil in den Vorständen deutscher Börsenunternehmen – im DAX, MDAX und SDAX liegt er, Stand März 2026, bei 19,7 Prozent. In den Aufsichtsräten ist der Frauenanteil sogar leicht zurückgegangen. Besonders deutlich zeigt sich der Trend bei Neubesetzungen: Lag der Frauenanteil bei Neubesetzungen vor drei Jahren noch bei rund 48 Prozent, sind es aktuell nur noch 15 Prozent. (Quelle: AllBright) Vor diesem Hintergrund stellt die Chef:innensache-Konferenz die Frage, wie Macht sich verändern muss, damit Frauen nicht nur an die Spitze gelangen, sondern dort auch bleiben und wirksam gestalten können.
Moderiert von Claudia Hessel (Chefmoderatorin RTL West) eröffnen Michaela Röhrbein und Otto Fricke vom DOSB die Veranstaltung. Im Auftaktgespräch sprechen Susanne Fabry, Vorsitzende der Initiative Chef:innensache und Vorständin der RheinEnergie AG, gemeinsam mit Röhrbein über die zentrale Frage des Tages: Warum Macht und warum jetzt?
Wissenschaftlich fundiert wird der Tag durch den Impuls von Dr. Julia Sperling-Magro, die als Neurowissenschaftlerin erklärt, wie Macht und Ohnmacht im Gehirn entstehen und wie sie unser Verhalten prägen. Ergänzend liefern eine gemeinsame Umfrage von Macromedia und Siemens-Vertreter Jörg Pohl aktuelle Einblicke in das Machterleben innerhalb von Organisationen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Führung im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz: Dr. Kristin Tuot von McKinsey zeigt in ihrem Impuls auf, wie sich KI wirksam in Führungsprozesse integrieren lässt. Im anschließenden Panel diskutieren Bettina Dietsche (Allianz), Dr. Kristin Tuot, Dr. Frank Kohls (IBM) und Dr. Anna Güntner, Vorständin der Initiative Chef:innensache, darüber, was das für Organisationen konkret bedeutet.
Einen der Höhepunkte bildet die Keynote von Dr. Bettina Orlopp, CEO der Commerzbank, die im anschließenden Q&A aus erster Hand über Spitzenführung berichtet. Ein seltener Einblick in den Alltag an der Konzernspitze eines DAX-Unternehmens.
Nach einer Networking-Pause, in der sich die anwesenden Führungskräfte austauschen können, widmet sich ein Panel mit AllBright und FidAR der Frage, welche Strukturen es jenseits guter Absichten braucht: Prof. Dr. Anja Seng (FidAR), Christian Berg (AllBright Stiftung) und Katharina Schleeberger, Geschäftsstellenleiterin der Initiative Chef:innensache, diskutieren unter dem Titel „Macht braucht Regeln – nicht nur gute Absichten“.
Einen besonderen Perspektivwechsel bringt das Gespräch mit Olympiasiegerin Laura Nolte (Bob) und Weltmeister Johannes Vetter (Speerwurf), die über Leistung, Vertrauen und Verantwortung im Spitzensport sprechen – und damit Parallelen zur Führungsverantwortung in Unternehmen aufzeigen.
Zum Abschluss richtet das Panel „Macht braucht Verbündete“ den Blick auf Allianzen für Veränderung: Heiner Thorborg (Executive Search), Bettina Weiguny (Autorin von „Machtgebiete“), Martin Speer (HeForShe / UN Women), Dr. Rainer Esser (ZEIT Verlagsgruppe) und Susanne Fabry diskutieren, wie sich Wandel gemeinsam und nachhaltig vorantreiben lässt.
Für vertiefende Gespräche und Interviews stehen darüber hinaus separat zur Verfügung: Dr. Bettina Orlopp (Commerzbank), Dr. Julia Sperling-Magro (Neurowissenschaftlerin), Laura Nolte (Olympiasiegerin Bob), Dr. Frank Kohls (IBM), Dr. Rainer Esser (ZEIT Verlagsgruppe), Christian Berg (AllBright Stiftung) und Prof. Dr. Anja Seng (FidAR).